Montag, 28. April 2014

Monatsbrief März



Monatsbrief März

An alle Freunde, Verwandte, Bekannte und Interessierte!

Nun ist schon der siebte Monat für mich in Bénin vorüber gegangen und mit diesem Monat der „schlimmste“ Hitzemonat. Jetzt merkt man auch, dass Wasser nicht immer so einfach für alle da bzw. zu finden ist. Viele kommen öfters am Tag zum Brunnen vom Pastor (ein Grundwasserbrunnen) und tragen die vollen Kanister (25l) auf dem Kopf oder Rad wieder heim! Ja, nicht nur das Wasser wird in den heißen Tagen knapp. Ab und an hat wünscht man sich da einfach etwas kühlere Tage, v. a. nachts wenn man auf der Natte liegt und einfach nur schwitzt. Um die 45°C sind halt doch warm! Auch in den Klassenzimmern hält man es v. a. gegen Mittag kaum mehr aus. Allen Schülern und Lehrern läuft dann der Schweiß und wenn ca. 65 Kinder auf einem Haufen sitzen, wird die Luft auch nicht besser. Aber irgendwie geht auch das und irgendwie hält man es dann doch bis Ende der Stunden aus.
In der Schule läuft es wie bisher ganz gut. Zurzeit darf ich viel mit den Kindern malen, wobei ich dann meine Grundschulerfahrungen auspacke und auch einmal etwas Phantasievolleres malen lasse (was hier ja nicht wirklich bekannt ist, deshalb auch schwieriger umzusetzen, da alle dann doch mein Tafelbild abmalen). Diesen Monat hätten eigentlich auch die „Evaluationen“ (Klassenarbeiten) stattfinden sollen, bei denen die Aufgaben von anderen Schulen gestellt werden. Da diese aber irgendwie noch nicht fertig waren, also die Aufgabenblätter noch nicht da waren, wurden die Evaluationen kurzerhand um zwei Wochen verschoben. In meiner Deutschklasse jedoch musste ich (obwohl ich seit der letzten Arbeit nur zweimal Unterricht hatte) „devoir“ schreiben lassen. Dieses Mal habe ich es eben ein bisschen einfacher gemacht (Deutsch muss ja nicht immer das schlechteste Fach sein)…
Gegen Ende des Monats ist ein Lehrer erkrankt (er hat überall Punkte, die kratzen!). Deshalb durfte ich seine Klasse (CE2, etwa 3. Klasse) kurzfristig für eine Woche übernehmen. Da man eben doch merkt, dass alle schon ein bisschen älter sind, bekommt man die 65 Kinder ganz gut in Griff. Außerdem kann man bei den Älteren auch schon ein bisschen mehr machen, sodass ich zwischen Mathe, Französisch, Malen, Singen und Sport abgewechselt habe. Zusätzlich hat man dann auch Zeit, Aufgaben (besonders in Mathe) noch einmal genauer durchzugehen und man kann viele Übungsaufgaben stellen…. Es hat also dann auch Spaß gemacht! Diesen Monat hat die letzte Grundschulklasse (CM2) mit Hochsprung angefangen (2 Holzstangen in Sand gesteckt und Gummiband). Jedes Mal wenn Hochsprung gemacht wurde, konnte keine Klasse mehr wirklich Unterricht machen, da wirklich alle (samt Lehrer) den Springenden zugeschaut und den Sprung kommentiert haben (mit Lachen, Au-Rufen oder Anerkennung). So wurde der Sportunterricht der CM2 immer zur „Schulveranstaltung“.

Gleich am 1. März fand ja noch die große „Liberationsfeier“ statt, bei der die Diplommädchen (eigentlich fünf, aber nur vier sind gekommen) ihre Nähmaschinen überreicht bekommen haben. Dazu waren vom Bürgermeister über den Verantwortlichen des „Centre sociale“, Direktoren, Pastoren und sonstige höhere Personen, aber auch alle anderen, eingeladen. Die Nacht vor dem Fest wurde wieder zur „veille“ (Nachtschicht), zumindest für alle vom Atelier und Helfer. Da wurde dann für wirklich alle gekocht (und zwar zwei verschiedene Menus, eines für die „eingeladenen, höheren“ Gäste und eines für alle „Normalen“) und das Festzelt mit Stühlen und Bänken (aus der Kirche) aufgebaut. Das Fest fing dann, wie meistens, mit einiger Verspätung an (obwohl extra auf die Einladungskarten geschrieben wurde: „um GANZ GENAU 9 Uhr!). Es gab einen Kommentator, der dann auch alle Persönlichkeiten vorgestellt hat (auch uns Freiwillige, da ja zusätzlich die aus dem Süden da waren) und sogar das „Radio Tanguiéta“ war anwesend. Die Feier an sich lief so ab, dass erst alle wichtigen Leute Reden gehalten haben, die Ateliermädchen (mit Jule) die eingeübten Natemba-Tänze vorführten, dann der Höhepunkt mit der Nähmaschinenübergabe an die Diplommädchen und schließlich die Besichtigung des Ateliers und der Gang zum Essen (alle „Persönlichkeiten“, wie auch Lehrer und wir, durften ins „Hotel Yakti“, alle anderen haben auf dem Pastorgelände gegessen). So ging dann auch das Fest, auf das v. a. alle im Atelier mit Spannung erwartet hatten, gut vorüber.
Am Tag nach dem Fest, ging es für uns Freiwillige gleich weiter nach „Kota“ (Dorf hinter Natitingou) zum Zwischenseminar. Dieses Seminar fand mit zwei „Patronen“ unserer Entsendeorganisation (Kinderhilfe-Westafrika) statt, die extra her kamen und sich dann auch die Projekte vor Ort (v. a. das Waisenhaus, da es zurzeit nicht sehr gut um es steht) angeschaut haben. Untergebracht waren wir hier in Rundhütten (immer zu zweit), die zu einer „Ferienanlage“ gehören. Kota ist ein recht touristischer Ort (jeden Tag hat man hier Touristen getroffen), da es hier einen wunderschönen, in der Trockenzeit etwas kleineren, sonst aber größeren Wasserfall gibt, in dem man auch wunderschön schwimmen kann. So haben wir neben unserem Seminarprogramm auch viel Zeit am Wasserfall (5 Minuten von unseren Hütten aus den Berg runter) verbracht, waren also jeden Tag schwimmen! Aber auch der gegenseitige Austausch mit allen Freiwilligen (wir sind neun) und unseren beiden Leitern, war sehr schön. Am Ende der Woche (übers Wochenende) haben unsere beiden Leiter noch eine „Mentorenschulung“ in Natitingou für alle Partner vor Ort, gemacht. So konnten Probleme sowohl auf „afrikanischer“ Partnerseite, als auch auf „deutscher“ Freiwilligenseite besprochen werden und nach Lösungen gesucht werden. So ging also eine schöne Woche, weit weg vom „Alltag“ zu Ende. Wobei ich die „Auszeit“ genossen habe, aber mich auch wieder auf Tanguiéta und die Schule gefreut habe.
Wieder daheim hat nun auch die richtige Mangozeit begonnen. Egal wo man lang geht sieht man Mangohäufchen aufgeschichtet. Das sieht vor Allem am Markttag sehr lustig aus, wenn dann manche Seitenstraßen so aussehen, als würden sie fast nur noch aus Mangos bestehen. Jedenfalls sind wir zurzeit fast nur noch am Mango essen (hauptsächlich die kleinen, „Wilden“, aber manchmal auch die großen „Kultivierten“) und auch Mangomarmelade haben wir schon ausprobiert. Diese mussten wir allerdings überm Feuer kochen, da genau an diesem Tag unser Gas leer gehen musste. Natürlich gab es gerade kein Gas im Supermarkt und auch Ende der Woche (wo es anscheinend kommen sollte), war noch keines da. So haben wir dann eben zwei Wochen lang von „Straßenessen“ (von Reis über Ignames und Akassa u. ä. war alles dabei) und Mangoabenden gelebt.
Dafür bekamen wir in dieser Zeit innerhalb einer Woche ein Schrankregal, was einfach genial ist. Erstens konnten wir nun endlich unsere ganzen Esssachen, Geschirr u. ä. vom Boden weg (wo ja auch einige Krabbeltiere unterwegs sind) ins Regal verlagern und zweitens sieht es jetzt bei uns schon gleich viel wohnlicher aus. Da Jule in der Woche, in der das Regal kam, mit Ohrenweh krank daheim war, hat sie gleich ein bisschen Zeit dafür verwendet das Regal einzuräumen. Das Ohrenweh hat sich nun aber doch schon länger hingezogen und ist noch nicht ganz weg, weshalb wir vielleicht doch einmal das Krankenhaus zur Untersuchung „ausprobieren“ wollen.
Im Krankenhaus wurde vor kurzem auch ein Mädchen vom Atelier am Bauch (unter der Nabelschnur) nun schon zum zweiten Mal operiert. Was es genau ist, wissen zumindest die Angehörigen, also auch wir, nicht. Operiert werden konnte sie nur dank Unterstützung des „Centre sociale“, welches zumindest die alten Operationskosten begleichen konnte, was nötig war, um die jetzige Operation (aufgrund neuer Schulden) durchführen zu können. Wir haben sie dann auch besucht (da war sie schon wieder bei sich zuhause). Leider spricht sie so gut wie kein Französisch. Da aber noch ein anderes „Ateliermädchen“ dabei war, die die gleiche Sprache spricht, konnten wenigstens die beiden miteinander reden und ab und zu für uns übersetzt werden. Obwohl wir eigentlich nur neben ihrer Natte unterm Mangobaum saßen, hat sie sich schon sehr über unseren Besuch gefreut.
Diesen Monat durfte ich auch an einer Hochzeit (die Hochzeit von dem fünften „Diplommädchen“ vom Atelier, die ihre Nähmaschine nicht wollte) teilnehmen. Da unser Chor dazu gesungen hat, hab auch ich (Jule war krank) mitgesungen, wobei dies eher improvisiert war, da wir an den Proben davor nur einmal dabei sein konnten. Zum Glück waren die Texte aber nicht so schwierig, sodass es ganz gut ging. Für die Hochzeit wurde die Kirche extra mit rosa, weißen Krepppapierblüten –und Bändern hergerichtet und die beiden Sessel vom Pastor (für das Hochzeitspaar), zusammen mit einem Extraventilator in die Kirche gebracht. Die Hochzeit hat sogar pünktlich angefangen (wobei da noch nicht alle da waren). Leider war es an dem Tag ziemlich heiß und ausgerechnet dann musste der Strom ausfallen und wir ohne Ventilator auskommen (und das in der sehr vollen, stickig-heißen Kirche!). Irgendwie ging es auch (alle waren halt nass geschwitzt) und nachdem die Eheringe „ausgetauscht“ waren und Bilder gemacht waren (übrigens hatte auch hier die Braut ein weißes Kleid mit Schleier an und der Bräutigam einen schwarzen Anzug, wenigstens mit roter Krawatte), gab es für alle Essen, welches zuvor bei Maman wieder über Nacht zubereitet worden war. Den Platz zum Essen hat jeder in einem anderen Klassenzimmer gefunden. Je nachdem wer man war (z.B. Eingeladener oder Sänger) durfte man in dieses oder jenes Klassenzimmer. Damit auch jeder das richtige Zimmer findet, wurde extra auf die Fensterläden geschrieben, für wen das Zimmer ist. Nach dem Essen war es dann auch schon vorbei und nur das Hochzeitspaar hat sich per Auto (!) auf den Weg gemacht, um ihre beiden Familien zu besuchen. Ich war nur noch froh, dass ich nach dem Essen heim und meine nass geschwitzte Choruniform ausziehen konnte…
Da diesen Monat die Schwester von Maman (die in Cotonou wohnt) ein Kind bekommen hat, ist Maman sie über eine Woche besuchen gegangen. Dass Maman nicht da war, hat man überall gemerkt! Im Atelier lief alles sehr gemächlich (viele kamen und gingen wann sie wollten), im Haus war eine Unordnung (die arme Betty musste sich sowohl um Haus, als auch Atelier kümmern) und wie der Pastor sagt: „sogar der Chor singt nicht mehr gut, wenn Maman nicht da ist!“ So war es dann gut, als sie wieder zurück kam…
Nun haben wir auch endlich unsere Baobabbäume am Berghang hinter unserem Haus für uns entdeckt. Die Rinde der Bäume ist so glatt wie Stein (fühlt sich auch so an), manche tragen sogar noch Früchte und die Bäume sind einfach gigantisch (und kahl! Mit den Baobabs sehen sie aus wie kahle Weihnachtsbäume mit Christbaumkugeln). Wenn man das Stückchen Hang zu den Bäumen hoch läuft, hat man einen wunderschönen Überblick über alles (über die afrikanische Landschaft), man ist abgeschieden von allem und fühlt sich wie in einer „Riesen-Landschaft“ (durch die großen Baobabbäume, Felsgestein und Gestrüpp). Einfach ein schöner Ort, schnell zu erreichen und gut zum Ausruhen!
Zurzeit gibt es eigentlich keine (also fast keine) „schlimmeren“ Tiere. Dafür fängt jetzt wieder die lästige Zeit der Hüpftiere und Fliegen an. Jetzt kann es dann wieder ab und an regnen, bis es zur vollen Regenzeit (Mai/Juni) übergeht.
Demnächst sind auch Osterferien (zwei Wochen) und danach ist nicht mehr lange Schule! Alles geht so schnell vorüber…
Daran merkt man auch, wie gut es einem hier gefällt und wie normal alles geworden ist!

Da ja bald schon Ostern ist, wünsche ich euch allen schon einmal ein schönes Osterfest und eine gute Zeit!

Viele liebe Grüße aus Tanguiéta,

Laura

Montag, 31. März 2014

Monatsbrief Februar



Monatsbrief Februar

An alle Freunde, Verwandte, Bekannte und Interessierte!

Wieder ist ein Monat vorbei gegangen (viel zu schnell) und einiges passiert. Schon anfangs des Monats durften wir Bekanntschaft mit einem kleinen Schreckgespenst machen. Vorgenommen hatten wir uns wieder einmal pünktlich ins Bett zu kommen, was aber dann schnell zunichte gemacht wurde, als ich meine Zahnbürste aus unserem Wandhängeregal holen wollte. Keine 10cm daneben saß nämlich ein ziemlich großes, ekliges Tier. Erst dachte ich an einen sehr großen Skorpion, aber nach genauerem Hinschauen fielen mir die acht Beine auf (aber erst als es sich am Kopf kratzte). Also war es wohl doch eher eine sehr große (insgesamt 10cm), dicke Spinne! Leider (oder vielleicht Glück für die Spinne) war ausgerechnet diesen Abend der Direktor nicht da und alle haben schon geschlafen, sodass uns nichts anderes übrig blieb, als die Spinne selbst zu „versorgen“. Erschlagen konnten wir sie beide nicht, sodass nur noch die Möglichkeit mit dem Einfangen bestand. Das stellte sich jedoch als nicht ganz einfach heraus, da die Spinne ungeschickt saß, zu groß für alle möglichen Gefäße war und dazu noch sehr schnell unterwegs war. Letztlich blieb uns nichts anderes übrig, als voll den letzten „Anstoß“ (nachdem sie schon durch die halbe Wohnung gerannt ist) zu geben, damit sie ganz zum Direktor rüber geht. Seitdem haben wir sie zum Glück nicht mehr gesehen….Ja, das war jetzt erst einmal eine kleine Geschichte zu unseren Tiererfahrungen.
Diesen Monat hatte ich ja auch Geburtstag. Dazu habe ich mir mittags frei genommen, sodass Jule und die beiden aus Taiacou mich zu einem Geburtstagspicknick am Wasserfall von Tanguiéta entführen konnten. Morgens hatte ich schon meine selbst gemachten „Bananengâteaux“ den Lehrern, der Pastorfamilie und im Atelier verteilt. Die übrigen haben wir zusammen mit dem Schokozitronenkuchen, den die beiden mitgebracht hatten, gegessen. Es war also richtige Geburtstagsstimmung (obwohl hier eigentlich Geburtstage nicht gefeiert werden, schon allein deshalb, weil viele ihren gar nicht wissen). Jule hat mir ein richtiges Geburtstagskleid genäht, was ich gleich angezogen habe. Am Wasserfall jedenfalls (auch wenn es zurzeit nur noch ein kleines Rinnsal gibt) war es wunderschön! Es gibt schöne Felsen (zum Beklettern) und man hört nur Vogelgezwitscher in den sich leicht im Wind bewegenden Bäumen/ Palmen und Wassergeplätscher im Hintergrund. Abends haben wir uns in Gemüseomelettes versucht und zwei Lehrer haben noch vorbei geschaut. So ging dann auch mein erster „Weit-weg-Geburtstag“ schön vorbei.
Für die Schule habe ich mir nun endlich selbst einen Stundenplan gemacht (sonst würde ich keinen mehr bekommen). Wobei ich nur die Klassen, in die ich zu welcher Zeit gehe, aufgeschrieben habe, da ich nie genau weiß, was ich wann zu unterrichten habe. Jedenfalls gehe ich nun in jede Klasse und vor allem bei den neuen zwei Lehrern durfte ich mich schon künstlerisch Ausleben, indem ich z.B. Bilder aus Büchern abmalen durfte und sogar mein „l’arbre d’imagination“, den dann auch die Schüler malen durften, kam ganz gut an…
Da diesen Monat auch wieder évaluations (Klassenarbeiten) anstanden (beim Schreiben mussten manche Schüler ständig ihr Heft wieder frei vom Sand machen, da vor der offenen Tür ein kleiner Sandsturm war), durfte ich dieses Mal für drei Klassen noch die Zeugnisse ausfüllen, was ganz schön lange dauert! Das Zeugnis bekommt man auch nur, wenn die 200F dafür bezahlt wurden!
Diesen Monat habe ich nun die Deutschbücher kaufen können (20 Stück), was meine Deutschklasse (und auch den Pastor und Direktor) ziemlich gefreut hat, da nun endlich Unterrichtsmaterial da ist. Außerdem schauen sich die Schüler gerne die Fotos von Deutschland an!
Gekauft haben wir die Bücher, als wir wieder in Natitingou zum Geldabheben waren. Eigentlich wurde uns ja an dem Tag von den Lehrern verboten zu „reisen“, da „Fête des amoureux“ (Valentinstag) war… Auf der Hinfahrt im vollen Auto (wir saßen zu zweit auf dem Beifahrersitz) kamen wir an einem brennenden LKW vorbei, auf dem noch die LKW- Fahrer herum kletterten, um die Ware zu sichern! Beim Weiterfahren sind wir nochmal an zwei schon ausgebrannten Autos vorbei gekommen… In Natitingou war jedenfalls Markttag, was immer sehr schön ist, da es viele, viele Stände gibt und Händler aus der ganzen Umgebung ihre Waren anbieten. Auch Buschratten u. ä. Fleisch kann man sich dann kaufen. Dieses Mal gab es sogar auf der Rückfahrt keine großen Probleme ein Auto zu finden. Allerdings war es dann ziemlich voll (vorne mit Fahrer 4 Personen, in der Mitte 4 und im Kofferraum 3 – natürlich in einem 5-Sitzer).
In letzter Zeit wurden auch einige Bäume beim Pastorhaus gefällt, um das Gelände für die neue Kirche „frei“ zu räumen. Diese soll in nächster Zeit gebaut werden. So kann dann die jetzige Kirche für zusätzliche Klassenzimmer umgebaut werden, was auch sehr notwendig ist! Nächstes Jahr wird es ja noch weitere Klassen geben (sowohl in der Grundschule, wegen A und B, wie auch im collège), bis jetzt sind aber noch keine weiteren Klassenzimmer vorhanden. Eigentlich wäre es das Beste, ein ganzes Schulgebäude neu bauen zu lassen, was aber sehr viel Geld kostet und auch noch nicht vorgesehen ist. Also wird es eher wieder etwas „Spontanes“ geben…
Seit einigen Wochen üben alle Mädchen vom Atelier (und Jule) fleißig für die anstehende „Libérationsfeier“ (am 1. März), wo die Diplommädchen dann in aller Öffentlichkeit (Bürgermeister und viele wichtige Personen wurden schon dazu eingeladen) ihre Nähmaschinen überreicht bekommen (diese wurden von Spendengeldern aus Deutschland finanziert). Dazu will das Atelier einige „Natembatänze“ (traditionelle Tänze aus der Region) aufführen und deshalb muss viel geübt werden.
Ende Februar war dann auch eine Woche „congé“ (Ferien) zum „Ausruhen“. Mit dieser Ferienwoche fing auch die „richtige“ Hitze (über 40°C) an. Zum Schlafen ist man nicht sehr gut gekommen, da es einfach zu heiß war (Ventilator oder so gibt es ja nicht) und damit wir  draußen schlafen konnten  (wie die Direktorfamilie), mussten wir erst einmal unseren Hinterhof putzen. Als dann alles sauber war, war auch schon die erste schlimme Hitze vorbei. Danach konnte man wenigstens nachts wieder ganz gut schlafen und auch ohne alles nass zu schwitzen).
Nun ist auch die schöne Mangozeit! Jeden Tag versuchen immer alle. Mangos von den Mangobäumen auf dem Pastorgelände, runter zu werfen (was nicht ganz einfach ist) und kaufen kann man mittlerweile viele, viele und fast überall!
In der ersten Märzwoche soll dann auch unser Zwischenseminar stattfinden, wo zwei unserer Organisation extra anreisen werden. Außerdem werden alle Beninfreiwillige daran teilnehmen, weshalb die aus dem Süden schon ein paar Tage früher zu uns in den Norden gekommen sind. Zusätzlich soll nach der Woche noch ein „Mentorenseminar“ für alle Partner vor Ort (wie z.B. unser Pastor) und die Mentoren, stattfinden. Ich bin also schon ganz gespannt, was alle so erzählen werden!
Dieser Monat ging auch wieder sehr schnell vorbei (waren ja auch „nur“ 28 Tage!). Uns geht es weiterhin sehr gut, auch wenn man manchmal durch die Wärme ermüdet wird. Im Chor mitzusingen macht weiterhin viel Spaß und ist immer eine schöne Abwechslung zum Alltag. Auch mit den Leuten hier verstehen wir uns weiterhin sehr gut!
Bis zum nächsten Brief wünsche ich euch eine schöne Zeit!

Viele liebe Grüße aus Tanguiéta,

Laura

Montag, 24. Februar 2014

Monatsbrief Januar



Monatsbrief Januar

An alle Freunde, Verwandte, Bekannte und Interessierte!

Nun ist auch schon wieder der erste Monat im neuen Jahr um und es ist auch dieses Mal einiges passiert. Angefangen hat das Jahr mit den „drei Tagen“ Neujahrsfest (manche haben einem auch noch Ende Januar „Bonne fête“ gewünscht). An diesen Tagen haben alle (zumindest wer die Mittel dazu hat) besonderes Essen gekocht (hier ist das für viele Fleisch). Zum Pastor haben viele Essen gebracht (ist hier so üblich), sodass es vieles Verschiedenes gab und einige Besucher mitessen durften. Auch wir bekamen daheim Besuch von zwei Lehrern (da wir aber nichts gekocht hatten, haben sie sich kurzerhand beim Direktor eingeladen). Um diese Zeit war sowohl in der Schule, als auch im Atelier frei, sodass wir einmal etwas „ausruhen“ konnten (allerdings ist daheim immer einiges zu tun und sobald man sich z.B. zum Lesen raus setzt, kommt Besuch vorbei).
Kurz bevor die Schule wieder anfing (am 8.1.) wars mir so schlecht, dass ich fast die ganze Nacht gespuckt hatte und mich übers Wochenende erst einmal erholen musste (Malaria war es aber nicht!).
Am 10.1. war der große Voodoo-Feiertag und obwohl dieser hier im Norden eigentlich nicht gefeiert wird (sowieso nicht in einem christlichen Umfeld), war in der Schule frei. Das große Voodoofest fand im Süden Bénins statt, wo auch viele Touristen extra hin gingen.
Vom 11.1. bis 16.1. haben wir uns frei genommen und unsere erste „große“ Reise nach Porto Novo angetreten. Das heißt morgens um 6 Uhr den Bus in den Süden nehmen und wenn alles gut läuft, ist man nach 10 Stunden Fahrt (in einem ganz guten Bus, außer die Hupe, die ist schrecklich!) am Ziel. Wir haben erst einmal die anderen Mitfreiwilligen besucht. Außerdem fand ein großer Gottesdienst mit dem „Oberhaupt“ der Neuapostolischen Kirche statt (der eigentliche Grund unserer Reise), wofür extra Pagnes bedruckt wurden. Ein Tag sind wir auch nach Cotonou mit dem Autotaxi gefahren (bei „vollem“ Auto, d.h. mindestens vier hinten, zwei vorne, plus Fahrer, zahlt man 600F für eine Fahrt und die dauert etwa 30min). Um in Cotonou überhaupt irgendetwas zu finden oder irgendwo hinzukommen, muss man eben SIMs (also Mototaxis) nehmen, die sich zwischen den Autokolonnen! durchschlängeln  (was einem manchmal doch etwas Unsicherer vorkommt). Wir hatten den Auftrag Stoffe fürs Atelier (für Jules „Taschennähaktion“) mitzubringen.  Also sind wir von einem Stoffladen in den anderen, d.h. Handeln ohne Ende. Aber es lohnt sich, da es hier massig Stoff gibt, auch ganz andere Farben/ Muster und es ist weniger teuer, als im Norden. Mit ca. 30m Stoff sind wir letztendlich wieder heim! Natürlich muss man hier im Süden auch einmal die größere Auswahl an Obst, Gemüse u.ä. ausnutzen und so haben wir alles Mögliche (z.B. gegrillte Bananen) auf dem Markt und an Straßenständen gekauft (teilweise auch mit nach Hause genommen). Einen etwas weniger anstrengenden Ausflug haben wir auch noch gemacht. In der Lagune von Porto Novo gibt es ein recht großes Dorf, das im Wasser gebaut ist (die traditionellen Häuser dort sind auf Pfählen gebaut, mittlerweile gibt es aber auch Betonhäuser auf Pfählen). Mit einem Fremdenführer (Empfehlung der Mitfreiwilligen) sind wir mit einem Boot über die Lagune zu diesem Dorf gefahren, was wunderschön war! Nebenbei hat uns unser Fremdenführer noch einiges gezeigt/erklärt (z.B. tauchen hier einige nach Sand, mit dem man ganz gut verdienen kann, was aber auch sehr gefährlich ist, da es weit in die Tiefe geht und man ca. 10min! die Luft anhalten können muss. Also sowieso nur etwas für Geübte.).
Auf unserer Rückreise hatte unser Bus zwei Pannen und musste unterwegs schnell repariert werden. Gegen 22 Uhr sind wir nach ca. 13 Stunden doch noch wieder in Tanguiéta angekommen.
Zu der Reise kann ich nur sagen, dass sie echt schön war und man einfach auch einmal etwas anderes zu sehen bekommen hat. Allerdings war es auch sehr anstrengend, da einfach sowohl die Leute, sowie das Klima anders sind. Im Süden ist es viel schwüler (sodass man sofort alles nass schwitzt) und man merkt, dass hier der westliche Einfluss viele größer ist, als im Norden.

Inzwischen hat sich sowohl in der Schule/Atelier, als auch leider bei uns zuhause einiges geändert. Zuerst zu den besseren Veränderungen. Die zwei größten Klassen (mit jeweils ca. 80 Kindern) wurden aufgeteilt, sodass es jetzt jeweils Klassen mit 45 und 35 Kindern sind. Die zwei neuen Klassenzimmern wurden also inzwischen fertig gestellt (allerdings werden diese nur für kurze Zeit halten, da sie aus einem „Strohzaun“ als Mauer und einem Wellblechdach bestehen und innen ziemlich dunkel sind, der Boden = Sand) und auch die neuen zwei Lehrer (ein Lehrer und eine Lehrerin!) haben somit ihre Arbeit begonnen. Somit gibt es jetzt insgesamt 8 Klassen. Da der eine Lehrer (der die jüngste Klasse CI hat) einen Tag krank war, durfte ich seine Klasse übernehmen. Trotz den nun „nur“ noch 45 Kindern gibt es leider weiterhin Chaos (ist auch echt schwierig so viele Kinder im Alter von 3 bis 4 Jahren zu beschäftigen und ruhig zu halten und das ohne groß Material zur Verfügung zu haben)!
Die Anfangsklassen haben nun schon seit einigen Wochen als zusätzliches Übungsmaterial, Arbeitshefte bekommen, was den Kindern auch Spaß macht. Zusätzliche „études“- Stunden gibt es immer nach dem Unterricht von 17 Uhr bis 17:30 Uhr, in denen speziell mit einigen Schülern geübt wird.
Mittlerweile habe ich dank den vielen Spendern (an dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an alle Spender) einen Spendenüberschuss und werden nun mit dem Geld (welches ich ja nun direkt im Projekt einsetzen kann) kommende Woche erst einmal Deutschbücher für meinen Deutschunterricht kaufen, damit ich endlich richtig unterrichten kann (gleichzeitig werden die Bücher ja auch noch für nächstes Jahr weiter gebraucht).

Auch im Atelier hat sich einiges getan. Es sind ein paar neue Mädchen dazu gekommen, sodass es nun um die 22 Auszubildenden sind und es im Atelier langsam eng wird. Ende des Monats sind auch endlich die sechs „neuen“ Nähmaschinen aus Deutschland angekommen, die auch Platz brauchen, aber dringend benötigt wurden (für die vielen Mädchen und außerdem nähen diese Maschinen im Vergleich zu den anderen Maschinen richtig gut). Jule hat nun auch ein Taschenprojekt im Atelier angefangen. Mit den mitgebrachten Stoffen aus Cotonou wurden nun schon einige Taschen (nach Vorlagen von Jule) genäht, die dann in Deutschland verkauft werden sollen (eine zusätzliche Geldeinnahme fürs Atelier).
Jetzt muss ich allerdings auch noch eine schlechte Nachricht („Veränderung“) loslassen. Der süße, kleine Hund vom Direktor ist nämlich gestorben. Laut der Frau vom Direktor wurde er vergiftet, allerdings kann er auch einfach so etwas Schlechtes gegessen haben. Man weiß es aber nicht. Fehlen tut er (eigentlich ja „sie“) einem so oder so, da man sich doch schon ziemlich an den Hund gewöhnt hat.

Ja das waren diesen Monat einige Veränderungen und Erlebnisse. Gegen Ende haben wir nun auch endlich unseren Wasserfallausflug umgesetzt. Ein weiteres wunderschönes Erlebnis. Erst mussten wir uns ein Autotaxi suchen und einen reellen Preis aushandeln. Dann ging es über die unbefestigte und sehr holbrige Straße, die etwas hinter unserem Haus verläuft (etwa eine Stunde Fahrt) zum Wasserfall in Tanougou. Dort muss man sogar Eintritt bezahlen (ist recht touristisch dort) und man darf nur mit Guide zum Wasserfall (die Guides sind dann aber gegangen und da erst später noch ein paar andere Touristen kamen, waren wir erst einmal für uns). Dazu muss man erst über Felsen klettern und den kleinen Wasserfall „übersteigen“. Beim großen Wasserfall (der von den Felsen „stürzt“) gibt es einen kleinen See, in dem man dann wunderschön baden/schwimmen kann (ist aber kalt!). Als zusätzliche Attraktion (wenn man will) springen einige Einheimische noch von den 30m hohen Felsen ins Wasser!
Wir haben es jedenfalls genossen, wieder einmal richtig zu baden, auf den Felsen in der Sonne zu sitzen und zu picknicken.
Nun kommt ja dann auch die „richtige“ Hitze (es war schon ein paar Tage richtig warm, da hätte man sich gerne den ganzen Tag über geduscht), was jetzt sogar schon die Einheimischen ermüdet. Ich bin gespannt, wie heiß es da wirklich wird (es ist ja schon warm!).
Mit den wärmeren Tagen, schwinden aber auch wieder die Skorpione (hatten diesen Monat nur zwei Mal welche zu Besuch!), was ganz angenehm ist.
So das war nun wieder einmal ein kurzer Bericht über meinen Aufenthalt hier. Alles was man so erlebt/fühlt kann man leider gar nicht so aufschreiben, weshalb es eben bei dieser „Berichterstattung“ bleibt.
Ich hoffe ihr seid gut im neuen Jahr angekommen und euch geht es allen so gut wie mir hier! Bis zum nächsten Monatsbrief!

Viele liebe Grüße aus Tanguiéta,

Laura

Sonntag, 5. Januar 2014

Monatsbrief Dezember



Monatsbrief Dezember

An alle Freunde, Verwandte, Bekannte und Interessierte!

Zuerst wünsche ich euch allen nachträglich noch schöne Weihnachten (ich hoffe ihr hattet ein schönes Fest!) und ein gutes neues Jahr!
Diesen Monat standen vor allem die Feste im Vordergrund und natürlich der kleine Adventskalender. Ab dem 1. Dezember standen jeden Abend (oder auch schon Mittag) die Kinder des Direktors vor der Tür und wollten wieder einen Zettel abreißen oder ein Türchen vom Postkartenbildkalender öffnen. Da war dann jedes Bildchen (auch wenn es noch so klein und unscheinbar war) die Attraktion des Abends.  
In der Schule lief alles so weiter wie davor. Ich durfte kurzfristig wieder ganze Tage gestalten oder zum Beispiel die CP- Klasse übernehmen (ca. 75 Kinder im Alter von 5-7 Jahren). Chaos ist da immer vorprogrammiert und abends ist man dann schon immer ziemlich fertig. Das Highlight war, als ich eine Klasse Fußball spielen lassen habe (und es auch noch ganz gut geklappt hatte). Da waren dann alle ganz begeistert, da der Sportunterricht meistens eher nach strikten Regeln („Marschieren üben und im Takt rennen“) und ohne Spiele abläuft. Dann kamen die „compositions“ (Klassenarbeiten in allen Fächern, an 1 bis 2 Tagen, die dieses Mal von anderen Schulen vorgegeben wurden) und es wurde wieder alles wiederholt und sogar ein bisschen gelernt (ein Abend vorher kam Blandine, die Tochter des Direktors, und wollte mit uns lernen bzw. mussten  wir und sie erst einmal alles entziffern, weshalb wir nur die Hälfte der Aufschriebe überhaupt lesen konnten). Beim Eintragen der Noten in die Zeugnisse durfte ich auch helfen (je nach Durchschnitt wird dann ein Smiley, ein Kreis oder ein Halbkreis umkringelt, wobei der halbe Kreis dann das schlechteste ist).
Auch bei meiner Deutschklasse musste ich kurzfristig wieder eine devoir (Klassenarbeit) schreiben lassen („Also in 2 Tagen ist die devoir, hast du die schon vorbereitet?“ „Häh, was?“). Also mussten wir noch schnell einen Übungsaufgabensamstag einschieben, an dem sogar fast alle kamen. Insgesamt ist die devoir dann ein wenig besser ausgefallen als letztes Mal. Trotzdem lässt die Arbeitsmoral (falls es hier so etwas gibt) noch schwer zu wünschen übrig (Ja, leider kann man eine Sprache, ohne Vokabeln, nicht lernen).
Dann kam auch schon der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien (das war Freitag, der 21.12.). Da war auch nicht mehr so wirklicher Unterricht (ich durfte Die CI, 4-6-Jährige, 2 Stunden lang etwas malen lassen). Nach der großen Pause war dann „Versammlung“ in der Kirche, bei der gesungen/getanzt wurde und danach bekamen alle Lehrer Bonbons für ihre Klassen (jeder Schüler hat genau 5 Bonbons bekommen). Mittags war kein Unterricht mehr.

Dafür hatte Jule im Atelier um die Feiertage umso mehr Stress. Anfang des Monats war Jule auch zweimal krank (mit Fieber), weshalb wir beim ersten Mal dachten, dass es Malaria wäre. Jedoch kam das Fieber eine Woche später erneut (trotz den davor eingenommenen Malariatabletten), sodass es wahrscheinlich „nur“ normales Fieber war.
Da es dann recht schnell wieder vorbei ging, konnten wir auch mit den anderen zwei Freiwilligen (die aus Tayacou) nach N’tgou (Natitingou) fahren (wenn man schon einmal zu viert ist, ist die Taxibeladung schon einfacher, dachten wir jedenfalls). Natürlich musste es abends wieder Probleme für die Rückfahrt geben (Nein, das Taxi ist mit 4 Personen und 1 Fahrer noch nicht voll, ist ja ein 5-Sitzer, d.h. es ist für mindestens 6 Personen und 1 Fahrer ausgelegt!). Auf der Suche nach noch mehr Mitfahrern ist dann der Motor kaputt gegangen, sodass wir erst zu einer Werkstatt geschoben wurden und schließlich das Auto wechseln (mussten also doch wieder im Dunkeln heimfahren). Aber irgendwann kommt man irgendwie immer wieder an/heim.
Diesen Monat musste ich mir doch auch einmal eine afrikanische Frisur zulegen (ganz viele kleine Zöpfe, natürlich mit zusätzlichen Kunsthaaren). Das dauert allerdings seine Zeit (ich saß fast 5 Stunden bei der coiffeuse) und kostet sein Geld (habe anscheinend auch zu viel gezahlt). Beim Heimgehen ist mir dann noch ein „Totenumzug“ entgegen gekommen. D. h. der Verstorbene wird, eingewickelt in Tüchern und mit Trommelbekleidmusik, durch die Straßen getragen (im Tanzen) und alle Angehörigen laufen/tanzen hinterher. So soll sich der Verstorbene nochmal bei allen Verwandten und Bekannten verabschieden können. Wenn einem so ein Umzug entgegen kommt, ist das schon etwas gewöhnungsbedürftig…
Diesen Monat bekamen wir den „Hamattan“ (der starke Wind) noch mehr zu spüren. Nachts war es ziemlich kühl (hab alles was ich gefunden habe auf mich drauf gelegt) und die Kühle hat sich sogar bis ca. 10 Uhr gehalten (danach war es wieder sehr warm). Mittlerweile ist es aber einfach nur noch windig und heiß. Dafür gibt es zurzeit so gut wie keine Hüpftiere (auch ganz angenehm). Allerdings ist weiterhin Skorpionalarm. Als ich schon einige Male im Dunkeln aufs Klo wollte, war jedes Mal ein recht großer Skorpion (so 10 cm) direkt unterm Dach, an der Tür oder Wand. Worauf ich doch lieber aufs Klo verzichtet habe. Aber man gewöhnt sich an alles, weshalb der Anblick eines Skorpions nicht mehr schlimm ist (solange keiner zu meiner Schlafnatte kommt).
Nun aber zu dem „Wichtigsten“ im Dezember, die Weihnachtsfesttage und Silvester. Weihnachten wird hier eher als „Fest der Kinder“ bezeichnet und wird etwas weniger als Silvester/Neujahr gefeiert (das ist dann das „Fest der Erwachsenen“). Trotzdem lassen sich die meisten neue Kleider nähen, weshalb im Atelier alles drunter und drüber ging (Nähmaschinen wurden davor noch alle vom „coolen“ Maschinisten repariert). Eigentlich hatte Maman nicht vor, „veille“ (Nachtwache) im Atelier zu halten, was aber nicht abzuwenden war (und es sogar zwei gab). Das kam auch daher, dass für den Chorauftritt, der am 27. stattfand, noch „kurzfristig“ Choruniformen (und zwar 33) genäht werden mussten (wär ja auch nicht schon früher einzuplanen gewesen).
Bei der ersten war ich nicht dabei (die war am 23.), dafür aber Jule. An dem Tag habe ich zusammen mit den anderen zwei Freiwilligen (aus Tayacou) bei Ursula Plätzchen gebacken (die hat uns solange sie im Urlaub ist ihren Schlüssel überlassen). Wir haben eben alles was wir gefunden haben zu einem Teig verarbeitet (vor allem viel Zimt reingemischt, sollte ja nach Weihnachten schmecken), mit Löffeln Formen ausgeschnitten (was uns zu Weihnachten und so eingefallen ist) und im Gasbackofen gebacken. Letztendlich hatten wir 4 Bleche voller Plätzchen, viele lustige Formen und ich war bis 21 Uhr beim Backen (haben echt gut geschmeckt). In der Nacht war ich alleine (Jule war ja noch im Atelier) und später habe ich dann erfahren, dass jemand am Haus war und den Hund verschlagen hat (der hat anscheinend aus dem Maul geblutet). Der Direktor hat das aber zum Glück gehört, ist raus und hat noch eine Taschenlampe weghuschen gesehen. Auch eine große Schlange war anscheinend in der Nacht vor unserem Haus. Zum Glück erfährt man manches erst im Nachhinein…
Am 24. (um 8 Uhr kam Jule heim) hatte Saskia (die andere Freiwillige) Geburtstag und wir waren eingeladen. Ich bin mit dem Rad die 10km nach Tayacou gefahren. Jule ist mit Florent auf dem Moto mitgefahren. Unterwegs kamen kurz vor Tayacou plötzlich einige Jungen aus dem Gebüsch raus gerannt und haben mich angehalten (alle hatten nur „Schnüre“ um den Bauch gelegt und sonst nichts an). Ein Mann hat sie dann aber weg gepfiffen und mir erklärt, dass sie Geld für ihre Zeremonie sammeln und man eben ein bisschen geben soll. Bei Saskia haben wir dann zusammen mit einigen Kindern vom Waisenhaus ein paar „Kindergeburtstagsspiele“ gespielt. Abends waren (wieder in Tanguiéta) in der Kirche des Pastors noch Theatervorführungen (von Jugendlichen) bis spät in die Nacht. In der Nacht (also auch wieder eine „veille“) haben die Jugendlichen der Kirche dann das „Festessen“ für den nächsten Tag (dem eigentlichen Weihnachtsfesttag) vorbereitet (dazu haben wir auch Zwiebeln mitgebracht).
Am nächsten Tag (der 25.) war dann erst eine „Weihnachtspredigt“ (wir durften zum ersten Mal im Chor mit vorsingen) und danach gabs das „Festessen“ (Reis mit einem Fleischstück und Bizapsaft). Leider ist das hier so, dass jeder sein Essen isst (möglichst schnell, damit der Teller für den nächsten frei wird), nicht viel gesprochen wird und man danach gleich heimgeht. Mittags sind Jule und ich ins Atelier, wo wieder so viel los war, dass wieder „veille“ gehalten werden musste (d.h. man arbeitet bis 4 Uhr nachts, schläft im Atelier ca. 2 Stunden und von ca. 6 Uhr bis 9 Uhr arbeitet man wieder, ruht sich bisschen aus und mittags geht es um 15 Uhr ganz normal weiter). Diese Mal war ich mit dabei (allerdings konnte ich nicht so viel machen). Wir (Jule und ich) haben uns allerdings schon gegen 2 Uhr hingelegt (auf eine Natte), da aber die ganze Nacht über Musik zum „Wachhalten“ gelaufen ist, habe ich mehr oder eher weniger geschlafen. Um ca. 9 Uhr sind wir heim.
Am 26. haben wir uns mittags zusammen mit den zwei aus Tayacou  und noch zwei anderen Deutschen, die hier ein Praktikum machen, in Ursulas Haus getroffen. Da der Hausschlüssel nicht bei den Nachbarn war (das ist eine etwas längere, kompliziertere Geschichte) wurde uns der Schlüssel erst gegen späteren Nachmittag gebracht und unser geplantes gemeinsames Mittagessen wurde eben eher zum Abendessen (war trotzdem schön).
Am 27. war „conseile de chorale“ (Chorauftritt) in der Kirche (lief auch etwas anders ab als geplant). Eigentlich sollten viele Chöre kommen, letztendlich war es nur unserer.  Es sollte auch schon um 19 Uhr anfangen, fing dann aber so gegen 21 Uhr an. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht mitzusingen (wir haben ja auch extra Choruniformen genäht bekommen) und die Tänze haben wir sogar einigermaßen hinbekommen.
Am 29. war sozusagen das letzte „Weihnachtsfest“ im Dorf Byacou (5km entfernt), wohin unser Chor (in die Kirche) eingeladen wurde. Dort haben wir auch viel gesungen und danach gabs „Weihnachtsgruppenessen“ (auch in der Kirche). D.h., dass eine Gruppe von etwa acht Leuten eine große Platte voller Reis und einigen Fleischstücken hingestellt bekommen hat und alle mit den Händen von der Platte gegessen haben. Dazu gab es Bizapsaft und eine Wanne voll mit „Tschouck“ (oder so, das ist gegorene Hirse). Das wurde dann mit einer Schüssel raus geschöpft und alle haben aus der Schüssel getrunken. Hygienisch war das zwar nicht, es war aber das schönste Weihnachtsessen hier.
An Silvester sind wir auch wieder mit zum Pastor in die Kirche. Dort wurden sozusagen alle Familien vor gerufen, die dann zum Beispiel etwas zum Jahr (Erlebnisse oder so) gesagt haben und jede Familie hat auch etwas vorgesungen (wer wollte, auf seiner Sprache). Wir mussten zusammen mit der Pastorfamilie vor und dann auch etwas auf deutsch vorsingen. Das ging alles bis 24 Uhr und das neue Jahr wurde dann besungen, es wurde getanzt, alle haben sich gegenseitig „bonne nouvelle année“ gewünscht und alle haben sich gefreut. Es gab zwar kein Feuerwerk, hatte dafür aber etwas ganz anders Schönes.
Ja, die Festtage werden hier schon etwas anders gefeiert und rufen akuten Schlafmangel hervor, aber das ist es schon auch einmal wert.
Ferien habe ich jetzt noch bis zum 5.1. (auch im Atelier wird bis dahin ausnahmsweise frei gemacht) und am 6.1. geht es in der Schule wieder los. Auch Tychique (ältester Sohn des Pastors), der über die Ferien da ist, geht dann wieder zurück aufs technische Collège- Internat in N’tgou. Bis dahin versuchen wir uns noch ein bisschen zu erholen (klappt mehr oder weniger).
Ruckzuck ist man jetzt im neuen Jahr gelandet und, man glaubt es kaum, die ersten 4 Monate sind auch schon um.
Ich hoffe euch geht es auch allen gut und das neue Jahr hat gut angefangen!
Bis zum nächsten Monatsbrief wünsche ich euch eine gute Zeit.

Viele liebe Grüße aus (dem immer wärmer werdenden) Tanguiéta,

Laura

Montag, 16. Dezember 2013

Monatsbrief November



Monatsbrief November

An alle Freunde, Verwandte, Bekannte und Interessierte!

Nun sind drei Monate und somit schon ein Vierteljahr um und ich kann es gar nicht fassen, wie schnell die Zeit vergeht. Ich fühle mich hier wie zu Hause und kann es mir gar nicht vorstellen, all das wieder verlassen zu müssen…aber bis dahin bleibt noch etwas Zeit.

Ja, diesen Monat gibt es wieder einiges zu berichten. Nun hat wirklich die Trockenzeit angefangen (als es zweimal geregnet hatte, hieß es, dass jemand Regen herbei gerufen hätte). Alles ist nun trocken, staubig, sandig. Überall werden Feuer gelegt, um das trockene Gras zu verbrennen (bevor alles unkontrolliert brennt, wird lieber kontrolliert abgebrannt und auch „ausgeräuchert“). Das kann einem trotzdem schon auch nicht ganz geheuer sein, wenn direkt neben dem Weg eine Feuerwand ist (auch direkt hinter dem Haus). Außerdem fliegen andauernd Aschefetzen durch die Gegend (auch ins Haus) und alles wird schwarz. Mit der Trockenzeit hat auch der Wüstenwind eingesetzt. Das heißt, dass es ab und zu fast schon Sandstürme gibt und man dann alles verschließen muss, damit man nicht den ganzen Sand abbekommt (zum Beispiel auch, wenn man im Klassenzimmer ist). Außerdem brennt der Staub/Sand öfters in den Augen. Tagsüber ist der Wind jedenfalls sehr warm (und es ist generell sehr warm), nachts kühlt es dann etwas ab.
Jedenfalls macht mir die Hitze hier gar nicht so zu schaffen und mittags ruhen sich die meisten sowieso ein bisschen aus. Wenn man dann in einem „Liegestuhl“ aus Holz döst, sieht man auch ganz gut auf die Straße. Da kommt es dann schon einmal vor, dass ein Tanklaster mit Ananas auf dem Dach (unbefestigt) vorbei fährt. Generell sieht man hier fast ausschließlich Autos, die sehr beladen sind (Autos gibt es hier aber nicht so viele) bzw. Motos, die alles Mögliche transportieren (auch 4 Schulkinder + Motofahrer). Ansonsten wird hier alles auf dem Kopf getragen. Zurzeit wird viel Holz geschlagen und das wird dann eben auf dem Kopf um Verkauf oder heimwärts getragen (manchmal sind das halbe Bäume). Doch nicht nur große Dinge, nein, auch die kleinsten wie z.B. ein Geldbeutel, werden auf dem Kopf transportiert. Jule und ich müssen da noch etwas üben, wenn wir unsere „gâteaux“ tragen.

Da Jule diesen Monat Geburtstag hatte, haben wir „gâteaux“ gebacken (frittierte Hafeteigbällchen). Diese hat Jule dann an ihre Ateliermädchen verteilt und um es auf die afrikanische Weise zu machen, den Plastikeimer (mit den Bällchen) auf dem Kopf getragen. So hat sie ungewollt Kundschaft bekommen, da sie von überall her gewunken und gefragt wurde, ob sie das verkaufen würde (für 25 F das Stück). Nachmittags kamen jedenfalls noch Saskia und Daniela (zwei andere Freiwillige, die im Waisenhaus sind) mit einem Schokokuchen (das Rezept war von mir), den sie bei Ursula gebacken haben (die hat sogar einen Backofen). So wurde es eine „richtige“ Geburtstagsfeier mit „Kindergeburtstagsspielen“, wie Topfschlagen (haben wir abends gemacht).

Diesen Monat war auch das „étrangère“- Haus belegt. Debora (17 Jahre, Nichte von Maman/Pastor) sollte an ihrer Hüfte operiert werden und musste den ganzen Monat darauf warten (da man nie genau wusste, wann die OP stattfinden wird). Da das Krankenhaus hier einen sehr guten Ruf hat (landesweit), kamen Debora und ihr Vater (auch Pastor und Bruder von Maman) extra vom Süden angereist (das Krankenhaus wird übrigens von italienischen Ärzten geleitet). Das lange Warten hatte auch für uns „Auswirkungen“, da es vor allem dem Pastor recht langweilig wurde und dann Beschäftigung gesucht hat, was echt anstrengend wurde („Du musst mein Englisch verbessern!“). Gegen Ende des Monats war es dann endlich so weit und die OP ging dann auch gut vorüber.

Ansonsten bin ich weiterhin in der Schule eingespannt (mal mehr, mal weniger). Bis jett ist alles immer noch SEHR kurzfristig („Achja, ich soll heute mit dem Direktor arbeiten, du übernimmst dann meine Klasse“, Lehrer morgens zu mir, d.h. schnell etwas für vier Stunden Unterricht ausdenken! Hab dann Französisch und Mathe gemacht). Solche Einsätze kommen in letzter Zeit häufiger vor (wenn meistens auch „nur“ für zwei Stunden). Deshalb habe ich auch schon Sport alleine und öfters Mathe unterrichtet (hat dann auch ganz gut funktioniert). In den jüngeren Klassen gebe ich weiterhin „Zeichnen“, wobei ich auch hier schon das „Lesen üben“ übernommen habe.
Das Lesen und Schreiben lernen läuft hier, meiner Meinung nach, etwas unglücklich ab. Oft gibt es zwei, drei Schüler, die schon ganz gut lesen können. Diese werden dann oft an die Tafel gestellt (wo der Text steht) und jeder Schüler muss dann einmal vorkommen und gemeinsam mit dem anderen Schüler (der schon lesen kann) lesen. Dabei liest eigentlich nur der eine (der schon kann), der andere wiederholt einfach nur (oft wird dabei nicht einmal der Text auf der Tafel angeschaut). Auch beim Schreiben werden die Wörter an der Tafel oft einfach nur abgemalt, ohne die Wörter zu verstehen. Selber schreiben ist deswegen meistens sehr schwierig. So kommt es dann, dass auch Schüler in den letzten Grundschuljahren weder wirklich lesen, noch schreiben können, sofern nicht zuhause geübt wird. Auch unser Nachbarkind (die Tochter vom Direktor) hat damit große Schwierigkeiten, weshalb wir abends zurzeit öfters schreiben, lesen, rechnen üben (der Direktor kommt meistens so spät, dass der keine Zeit dazu hat oder dann eher mit seinem Sohn übt, der jetzt in die Schule gekommen ist). Manche Leute sind auch der Meinung, dass das erst verbessert werden kann, wenn es Unterricht in Lesen/Schreiben auch in den Lokalsprachen gibt, da Französisch oft erst die Zweitsprache („Fremdsprache“) ist. Wobei es hier echt darauf ankommt, ob mit den Kindern zuhause gleichzeitig französisch und die Lokalsprache oder eben nur die eigene Sprache gesprochen wird. Aber nun zurück zu meiner Arbeit in der Schule.
Der Deutschunterricht am Collège wird langsam auch besser. Nachdem es einen Chaosunterricht gegeben hatte, als der Unterricht auf nachmittags von 16-18 Uhr verschoben wurde (weil von 10-12 Uhr jetzt Deutschlehrerversammlung am „großen“ Collège ist, wo ich auch teilnehme), hab ich nun eine etwas bessere Uhrzeit bekommen (15-17 Uhr) und musste auch schon eine „devoir“ (Klassenarbeit) schreiben lassen. Seitdem läuft es besser.

Diesen Monat kam auch schon eine Kommission an die Schule und hat sich alles genau angeschaut. Das Ergebnis dieser Untersuchung lautete, dass die Klassen zu groß sind, es zu wenig Lehrer bzw. Klassenzimmer gibt und das verbessert werden muss. Das will der Pastor zurzeit auch ändern, in dem er zwei neue Zimmer bauen lässt und zumindest die zwei größten Klassen teilen will. Allerdings kostet das alles sehr viel Geld!

Mit dem Geld ist das auch etwas komplizierter, da wir nicht einfach hier unser Geld abheben können, sondern jedes Mal nach Natitingou müssen (in Tanguiéta gibt es keinen Geldautomaten). So fahren wir immer einmal im Monat dort hin, heben unser Geld ab, das wir für die kommende Zeit brauchen werden und treffen uns dann noch mit den anderen zwei Freiwilligen, die hier Deutschunterricht geben. Das ist dann auch eine ganz schöne Abwechslung (man kommt dann etwas „raus“ aus Tanguiéta). Allerdings muss man immer schauen, dass man ein Autotaxi erwischt, das dann auch voll wird, da man sonst die anderen Plätze mitbezahlen muss. Das heißt also rechtzeitig zum „Taxistand“ kommen und dann warten, auf andere Fahrgäste.
Eine andere Alltagsabwechslung haben wir noch im Chor gefunden. Jeden Donnerstag- und Samstagabend ist Singstunde, die dann schon 2 bis 2,5 Stunden gehen kann. Dabei lernt man den Text auswendig (Maman, die Dirigentin, singt den Text und Melodie vor, alle singen nach, Noten gibt es nicht, Text können nicht alle lesen) und man ist eigentlich fast nur am Singen. Das Singen ist hier auch etwas anders, da jeder einfach LAUT singt und es so einfach richtig Spaß macht. Dazu kommen dann, je nach Lied, auch Tanzbewegungen, wobei es dann für uns schon komplizierter wird (man muss auf Takt, Füße, Melodie und Text achten und alles ist neu. Sogar zwei Weihnachtslieder lernen wir zurzeit (der Text ist bei den meisten Liedern auf Französisch).

Eine etwas unangenehme Entdeckung habe ich diesen Monat auch schon gemacht. Während ich draußen in der schönen, warmen Dunkelheit mit meiner Taschenlampe Zähne geputzt habe, flog im Schein meiner Lampe ein Tier seine Runden (dachte erst an eine Libelle). Bis es plötzlich an mein Bein flog, sich festkrallte und ich sah, dass es eine etwa 12cm große Gottesanbeterin war. Seitdem graust es mir jedes Mal beim Anblick dieser Tiere, zumindest wenn sie durch die Gegend fliegen (sind zwar nicht gefährlich und machen nichts, aber wenn man so ein Ding am Fuß hängen hat…). Tja und seit der Trockenzeit und den Feuern gibt es massig Skorpione. Weitere zwei waren nun schon bei uns im Zimmer (wurden einmal vom Direktor, einmal von der Frau des Direktors erschlagen). Auch eine Schlange wurde von der Frau des Direktors schon vor unserem Haus gesehen (da waren wir gerade nicht da). Die Anzahl der Hühner des Direktors hat sich mittlerweile auch geändert. Eines Tages ist der Hahn einfach verschwunden, wurde anscheinend gestohlen. Ein Huhn wurde gegessen und eines hat seine Eier ausgebrütet (ein paar Küken sind geschlüpft). Damit Küken und Huhn nicht auch gestohlen werden, wurden sie zu Bekannten gebracht. Dem Hund haben wir beigebracht auf den Namen „Balu“ zu hören und mittlerweile rufen ihn auch alle so.

Uns geht es hier weiterhin sehr gut und abgesehen von etwas Halsweh (und Jule hatte einen Tag keine Stimme) waren wir diesen Monat auch nicht krank. Dafür haben wir jetzt ein Bett, das abends ohne Vorwarnung von zwei Handwerkern gebracht und aufgestellt wurde (im Dunkeln mit Taschenlampen und wir waren gerade am Essen). Da aber das Bett für beide Matratzen etwas zu klein ist, müsste einer am auf der Kante bzw. am „Berg“ schlafen. Deswegen habe ich mich entschlossen wieder auf der Natte und auf dem Boden zu schlafen, bis wir vielleicht einmal eine passende Matratze bekommen…
Mein genauerer Projektebericht steht nun weiterhin offen (ich habe hier einfach zu viel zu tun), versuche ich aber diesen Monat wirklich zu schreiben.
Wenn ich den nächsten Monatsbrief schreibe, ist Weihnachten und Neujahr schon vorbei. Deswegen wünsche ich euch allen eine schöne Advents-/ Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr! Bei mir wird es dieses Jahr ein sehr warmes Weihnachten!

Viele liebe Grüße aus Tanguiéta,

Laura






Sonntag, 17. November 2013

Monatsbrief Oktober




Monatsbrief Oktober

An alle Freunde, Verwandte, Bekannte und Interessierte!

So, jetzt melde ich mich wieder einmal nach nun schon 2 Monaten Aufenthalt hier, in Bénin. Seit dem letzten Monat hat sich vieles getan. Am 3. Oktober fing nämlich die Schule an. Allerdings war in den ersten Tagen noch keine Schule wie bei uns am Schulanfang. Stattdessen wurden letzte Schulanmeldungen gemacht (wobei nicht mehr alle Kinder genommen werden konnten, da die Klassen schon voll waren), Schulgeld bezahlt und Schuluniformen (T-Shirts plus passender Rock/Hose, alles in khaki oder grün) gekauft. Mir war das ganz recht, da ich ab Donnerstag (bis Sonntag) mit Gliederschmerzen und ein wenig Fieber im „Bett“ lag (da war es noch „nur“ so etwas wie Grippe).
Dann fingen der Unterricht und somit auch meine Arbeit an. Am ersten Tag durfte ich den Direktor begleiten. Dieser unterrichtet die letzte Ècole- Klasse (welche am Ende auch Prüfungen hat), in der um die 50 Kinder sind. Schlimm fand ich, dass bei falschem Antworten, nicht richtigem Wiederholen, nicht Aufpassen,… geschlagen wird! Darüber werde ich gleich noch mehr schreiben. Da nun der Direktor ein sehr gefragter Mann ist, klingelte immer wieder das Handy und er und musste wieder fort, sodass der Unterricht immer wieder unterbrochen wurde….
An den folgenden Tagen bin ich morgens immer zum Direktor, welcher mir dann sagte, in welche Klasse ich soll. Um nicht immer fragen zu müssen, habe ich nach einem Stundenplan für mich gefragt, welcher allerdings immer noch in Arbeit ist (und auch noch fürs Erste bleiben wird!). Jedenfalls bin ich so in alle sechs Klassen gekommen und durfte auch schon gleich mit unterrichten (Zeichnen, Kinder malen dann meistens auf ihre Täfelchen, auch Mathe, allerdings eher eine Ausnahme, beim Kontrollieren helfen und singen).
Die Anzahl der Kinder in einer Klasse vergrößert sich, wenn man in die „jüngeren“ Klassen kommt. In der Vorschule (CI) bis zur 2. Klasse (CE1) sind es knapp 80 Kinder in einer Klasse. Um alle unter Kontrolle zu halten, wird leider sehr viel geschlagen. Schlagen ist hier leider generell sehr verbreitet (was man schon an dem sehr reichen Wortschatz allein für das Wort „schlagen“ erkennen kann) und wird als (fast) einzige, „richtige“ Erziehungsmethode angesehen (so ist es hier auch ganz normal, dass in Familien, Ausbildungen und eben auch Schulen geschlagen wird). Je nach Laune des Lehrers wird sie auch einmal mehr oder weniger (meistens mit einem Riemen) angewendet. Es ist echt nicht leicht dabei zusehen zu müssen (vor allem wenn die Kinder anfangen mit heulen) und nichts dagegen tun zu können (es wird einfach nicht verstanden, wenn man was dagegen hat).
Ansonsten ist es ganz normal, dass der Lehrer auch einmal zum Telefonieren oder zum Unterhalten (mit Leuten, die draußen vorbei gehen) das Klassenzimmer verlässt. Meistens lassen sich die Lehrer auch noch nach dem „Gong“ (ein Schüler schlägt auf eine alte, aufgehängte Autofelge) viel Zeit…
Da ich, wie schon gesagt, noch keinen Stundenplan besitze, sind meine Einsätze immer sehr kurzfristig und ohne Vorbereitung. Zusätzlich habe ich noch eine Deutschklasse bekommen (eine 5. Klasse im neu gegründeten Collège mit etwa 25 Kindern). Erst wurde mir gesagt, dass es noch einen Deutschlehrer gäbe, den ich dann eben unterstützen solle. Auch Material wäre vorhanden. Bei der ersten Deutschstunde wurde mir allerdings bewusst, dass beides (Lehrer und Material) nicht existiert. Also musste ich mir schnell etwas einfallen lassen, um die zwei Stunden Deutsch zu füllen, sowie die Schüler unter Kontrolle halten zu können. Beides funktioniert auch irgendwie, ist aber immer sehr anstrengend.
In den Pausen verkauft die Frau des Pastors (Maman) immer ihre selbst gemachten Esssachen wie Pasteten (frittierte Teigtaschen mit leichtem Fischgeschmack, schmeckt echt gut), Eis (aus Byzap-, Baobabsaft oder café au lait) manchmal frittierte Teigstangen, Bonbons (die sind aber gekauft) und Reis/Nudeln. Wir helfen dann immer beim Verkaufen, was ganz unterhaltsam ist (man kann dann manchmal auch etwas probierenJ).
So wird alles langsam zum Alltag….wie man sich doch an alles gewöhnt?!
Seit Oktober essen wir morgens und abends bei uns, da wir endlich Gas gefunden haben und nun selbst kochen (und „backen“) können. So haben wir den Markt für uns entdeckt. Jeden Abend nach der Arbeit, geht es eine Runde über den Markt bzw. davor bei unserer Obstfrau und unserer Baguettefrau vorbei. Diese kennen uns mittlerweile schon gut, weshalb immer erst nach der Gesundheit, Arbeit, … gefragt wird und wir auch immer geschenktes Obst dazu bekommen.
Der Markt ist immer schön anzuschauen und man lernt schnell, dass selbst Lebensmittel mit „festen Preisen“ verhandelbar sind bzw. „Touristenpreise“ haben können. Das mit dem Handeln ist auch so eine Sache, die man recht schnell ganz gut lernt. Leider gibt es hier nur sehr wenig Gemüse bzw. fast ausschließlich Tomaten, Zwiebeln und Grünzeug. Dafür ist jeden Tag „kleiner Markt“ (man kann hier von Gemüse über Öl, Getreide, Batterien, Plastikschüsseln u.ä. sehr viel bekommen). Montags ist dann jeweils „großer Markt“ auf dem es dann wirklich vieles und unterschiedlicheres (auch ein bisschen mehr an Gemüse) gibt und auch entlang der Straßen vor dem eigentlichen „Marktplatz“ weiter geht.
Mit den frisch eingekauften Sachen versuchen wir dann meistens gleich mit Kochen anzufangen, um nicht wieder im Dunkeln (um 19 Uhr ist es dunkel) mit Taschenlampen kochen zu müssen (was leider fast nie klappt). Da wir ja nun auch Essensgeld bekommen, können wir uns jeden Tag (wenigstens etwas frisches) Obst leisten (meistens Bananen/Orangen, manchmal auch Ananas und zurzeit auch Papaya und Melone). Beim Kochen können wir nun auch alles Mögliche ausprobieren (z.B. auch „gâteaux“, kleine frittierte Teigbällchen).
So geht ein Tag recht schnell um. 7 Uhr aufstehen, frühstücken, 8-12 Uhr Schule, Mittagspause/Mittagessen, 15-17 Uhr wieder Schule, einkaufen, kochen, müde ins Bett gehen. Dieser Rhythmus (der auch hier manchmal etwas eintönig sein kann) wird durch kleinere Erlebnisse, die man so jeden Tag hat (hier vielleicht noch mehr) wie zum Beispiel auch neue Bekanntschaften (oft durch neuen Besuch beim Pastor) oder auch unsere „Montagbesuche“ bei Ursula, unserer Mentorin“, sowie auch „größere“ Erlebnisse und eben auch den Wochenenden, unterbrochen. Beispielsweise sind wir einmal in das 10 km entfernte Dorf Tayacou geradelt, wo wir unsere zwei Mitfreiwilligen (die im Waisenhaus arbeiten) besucht haben.
Rad fahren ist hier auch so eine Sache. Hier ist es nämlich eine noch stärkere Gleichgewichts-,…Übung und manchmal muss man sein ganzes Können einsetzen, um über den Sand (der jetzt in der Trockenzeit, in der es zurzeit auch stärker windet, noch mehr vorhanden ist) zu „surfen“, halbe Seen (nur in der Regenzeit) zu „durchschwimmen“ oder eben allen möglichen Tieren (Ochsen, Wildschweine, Perlhühner, Schafe, Hunde, …) auf Pfaden auszuweichen. Da es hier nur eine, geteerte Hauptstraße gibt, alle anderen Straßen/Wege/Pfade aus Sand o.ä. bestehen, gewöhnt man sich an dieses Rad fahren sehr schnell.
Was (leider) auch noch den Alltag (also die Eingewöhnung) unterbricht, sind Krankheiten. Diesen Monat durfte ich schon die Bekanntschaft von Malaria machen. Da ich zwei Wochen vorher schon so etwas wie Grippe hatte, dachte ich erst an einen Rückschlag (wieder Gliederschmerzen, leichtes Fieber). Als dann am zweiten Tag das Fieber jedoch stärker wurde und Kopfschmerzen dazu kamen, tippte ich schon auf Malaria. Das wurde dann durch den Malariatest, den unsere Mentorin mit mir machte, bestätigt und zum Glück brachte sie gleich Malariamedikamente (die muss man drei Tage lang nehmen) mit. Abends ging es mir richtig schlecht (hatte über 40°C Fieber und selbst trinken war eine große Anstrengung), aber dank der Medikamente (die hier am Besten zu bekommen und auch am Besten sind) ging es danach nur noch aufwärts. Jedoch ging gut eine Woche vorbei, bis ich mich wieder einigermaßen fit gefühlt habe. Ansonsten kann man auch hier „normale“ Erkältungen wie Schnupfen, Husten und auch Bauchweh, bekommen (was ich bis jetzt zum Glück noch nicht hatte). Beim „Kranksein“ bekommt man hier jeden Tag mindestens einmal Besuch (kann schön aber auch anstrengend sein) und bei einem (da kamen alle  Pastorkinder) wurde gleich unsere Wand im „Wohnzimmer“ verschönert. Mit den ganzen Männchen, Bällen, u.ä. sieht sie jetzt schon viel schöner/bunter aus.
Was sonst noch neu ist, sind der kleine Hund, zwei Hühner und ein Hahn, die sich unsere Direktornachbarfamilie gekauft hat. Tja und seither werde ich regelmäßig zwischen vier und fünf Uhr aufgeweckt! Sogar Eier hat das eine Huhn schon einige gelegt und zwar jeden Tag ein Ei. Ab und zu sitzt es sogar auf seinen Eiern… Und der Hund ist noch etwas verfloht (sodass er anfangs gleich mit Benzin begossen wurde!) und läuft den ganzen Tag irgendwo herum.
So ging nun auch der zweite Monat ruckzuck vorbei. Langweilig wurde es mir bis jetzt noch nie. Im Gegenteil, ich nehme mir eher immer zu viel vor. Da man hier aber immer mit „Zwischenfällen“ zu tun hat und man vieles einfach gar nicht vorher planen kann, nimmt man es nicht so tragisch, wenn man nicht alles hinbekommt und lässt vieles eben auf sich zu kommen (man hat ja auch keine andere WahlJ).
Insgesamt habe ich mich schon so an alles gewöhnt, dass alles (also das Leben hier) einem so normal vorkommt und durch die vielen Leute mit denen man so zu tun hat (jetzt sind es bei mir ja auch noch die Lehrer), wird das nur verstärkt. Nur wenn man abends dauernd von Heuschrecken angesprungen und von Insekten angeflogen wird (leider schaffen es immer welche sogar unter das Moskitonetz zu kommen und im Haus zirpt es sowieso fast lauter als draußen), vermisst man es dann, einfach im elektrisch beleuchteten, nur mit zwei Katzen bevölkerten Wohnzimmer sitzen zu können. Obwohl es hier also nicht immer ganz einfach ist, gefällt es mir sehr, sehr gut und ich bin einfach froh, diese Erfahrung hier machen zu können.

Jetzt ist es aber für diesen Monat erst einmal genug. Bald werde ich versuchen auch näheres über die Projekte hier, in Tanguiéta zu berichten. Denkt auch beim Lesen immer daran, dass es nur eine einseitige „Berichterstattung“ ist und bei anderen der Monatsbrief, sowie Berichte, ganz anders aussehen würde!

Viele liebe Grüße aus Tanguiéta,

Laura



An alle Freunde, Verwandte, Bekannte und Interessierte!

So, jetzt melde ich mich wieder einmal nach nun schon 2 Monaten Aufenthalt hier, in Bénin. Seit dem letzten Monat hat sich vieles getan. Am 3. Oktober fing nämlich die Schule an. Allerdings war in den ersten Tagen noch keine Schule wie bei uns am Schulanfang. Stattdessen wurden letzte Schulanmeldungen gemacht (wobei nicht mehr alle Kinder genommen werden konnten, da die Klassen schon voll waren), Schulgeld bezahlt und Schuluniformen (T-Shirts plus passender Rock/Hose, alles in khaki oder grün) gekauft. Mir war das ganz recht, da ich ab Donnerstag (bis Sonntag) mit Gliederschmerzen und ein wenig Fieber im „Bett“ lag (da war es noch „nur“ so etwas wie Grippe).
Dann fingen der Unterricht und somit auch meine Arbeit an. Am ersten Tag durfte ich den Direktor begleiten. Dieser unterrichtet die letzte Ècole- Klasse (welche am Ende auch Prüfungen hat), in der um die 50 Kinder sind. Schlimm fand ich, dass bei falschem Antworten, nicht richtigem Wiederholen, nicht Aufpassen,… geschlagen wird! Darüber werde ich gleich noch mehr schreiben. Da nun der Direktor ein sehr gefragter Mann ist, klingelte immer wieder das Handy und er und musste wieder fort, sodass der Unterricht immer wieder unterbrochen wurde….
An den folgenden Tagen bin ich morgens immer zum Direktor, welcher mir dann sagte, in welche Klasse ich soll. Um nicht immer fragen zu müssen, habe ich nach einem Stundenplan für mich gefragt, welcher allerdings immer noch in Arbeit ist (und auch noch fürs Erste bleiben wird!). Jedenfalls bin ich so in alle sechs Klassen gekommen und durfte auch schon gleich mit unterrichten (Zeichnen, Kinder malen dann meistens auf ihre Täfelchen, auch Mathe, allerdings eher eine Ausnahme, beim Kontrollieren helfen und singen).
Die Anzahl der Kinder in einer Klasse vergrößert sich, wenn man in die „jüngeren“ Klassen kommt. In der Vorschule (CI) bis zur 2. Klasse (CE1) sind es knapp 80 Kinder in einer Klasse. Um alle unter Kontrolle zu halten, wird leider sehr viel geschlagen. Schlagen ist hier leider generell sehr verbreitet (was man schon an dem sehr reichen Wortschatz allein für das Wort „schlagen“ erkennen kann) und wird als (fast) einzige, „richtige“ Erziehungsmethode angesehen (so ist es hier auch ganz normal, dass in Familien, Ausbildungen und eben auch Schulen geschlagen wird). Je nach Laune des Lehrers wird sie auch einmal mehr oder weniger (meistens mit einem Riemen) angewendet. Es ist echt nicht leicht dabei zusehen zu müssen (vor allem wenn die Kinder anfangen mit heulen) und nichts dagegen tun zu können (es wird einfach nicht verstanden, wenn man was dagegen hat).
Ansonsten ist es ganz normal, dass der Lehrer auch einmal zum Telefonieren oder zum Unterhalten (mit Leuten, die draußen vorbei gehen) das Klassenzimmer verlässt. Meistens lassen sich die Lehrer auch noch nach dem „Gong“ (ein Schüler schlägt auf eine alte, aufgehängte Autofelge) viel Zeit…
Da ich, wie schon gesagt, noch keinen Stundenplan besitze, sind meine Einsätze immer sehr kurzfristig und ohne Vorbereitung. Zusätzlich habe ich noch eine Deutschklasse bekommen (eine 5. Klasse im neu gegründeten Collège mit etwa 25 Kindern). Erst wurde mir gesagt, dass es noch einen Deutschlehrer gäbe, den ich dann eben unterstützen solle. Auch Material wäre vorhanden. Bei der ersten Deutschstunde wurde mir allerdings bewusst, dass beides (Lehrer und Material) nicht existiert. Also musste ich mir schnell etwas einfallen lassen, um die zwei Stunden Deutsch zu füllen, sowie die Schüler unter Kontrolle halten zu können. Beides funktioniert auch irgendwie, ist aber immer sehr anstrengend.
In den Pausen verkauft die Frau des Pastors (Maman) immer ihre selbst gemachten Esssachen wie Pasteten (frittierte Teigtaschen mit leichtem Fischgeschmack, schmeckt echt gut), Eis (aus Byzap-, Baobabsaft oder café au lait) manchmal frittierte Teigstangen, Bonbons (die sind aber gekauft) und Reis/Nudeln. Wir helfen dann immer beim Verkaufen, was ganz unterhaltsam ist (man kann dann manchmal auch etwas probierenJ).
So wird alles langsam zum Alltag….wie man sich doch an alles gewöhnt?!
Seit Oktober essen wir morgens und abends bei uns, da wir endlich Gas gefunden haben und nun selbst kochen (und „backen“) können. So haben wir den Markt für uns entdeckt. Jeden Abend nach der Arbeit, geht es eine Runde über den Markt bzw. davor bei unserer Obstfrau und unserer Baguettefrau vorbei. Diese kennen uns mittlerweile schon gut, weshalb immer erst nach der Gesundheit, Arbeit, … gefragt wird und wir auch immer geschenktes Obst dazu bekommen.
Der Markt ist immer schön anzuschauen und man lernt schnell, dass selbst Lebensmittel mit „festen Preisen“ verhandelbar sind bzw. „Touristenpreise“ haben können. Das mit dem Handeln ist auch so eine Sache, die man recht schnell ganz gut lernt. Leider gibt es hier nur sehr wenig Gemüse bzw. fast ausschließlich Tomaten, Zwiebeln und Grünzeug. Dafür ist jeden Tag „kleiner Markt“ (man kann hier von Gemüse über Öl, Getreide, Batterien, Plastikschüsseln u.ä. sehr viel bekommen). Montags ist dann jeweils „großer Markt“ auf dem es dann wirklich vieles und unterschiedlicheres (auch ein bisschen mehr an Gemüse) gibt und auch entlang der Straßen vor dem eigentlichen „Marktplatz“ weiter geht.
Mit den frisch eingekauften Sachen versuchen wir dann meistens gleich mit Kochen anzufangen, um nicht wieder im Dunkeln (um 19 Uhr ist es dunkel) mit Taschenlampen kochen zu müssen (was leider fast nie klappt). Da wir ja nun auch Essensgeld bekommen, können wir uns jeden Tag (wenigstens etwas frisches) Obst leisten (meistens Bananen/Orangen, manchmal auch Ananas und zurzeit auch Papaya und Melone). Beim Kochen können wir nun auch alles Mögliche ausprobieren (z.B. auch „gâteaux“, kleine frittierte Teigbällchen).
So geht ein Tag recht schnell um. 7 Uhr aufstehen, frühstücken, 8-12 Uhr Schule, Mittagspause/Mittagessen, 15-17 Uhr wieder Schule, einkaufen, kochen, müde ins Bett gehen. Dieser Rhythmus (der auch hier manchmal etwas eintönig sein kann) wird durch kleinere Erlebnisse, die man so jeden Tag hat (hier vielleicht noch mehr) wie zum Beispiel auch neue Bekanntschaften (oft durch neuen Besuch beim Pastor) oder auch unsere „Montagbesuche“ bei Ursula, unserer Mentorin“, sowie auch „größere“ Erlebnisse und eben auch den Wochenenden, unterbrochen. Beispielsweise sind wir einmal in das 10 km entfernte Dorf Tayacou geradelt, wo wir unsere zwei Mitfreiwilligen (die im Waisenhaus arbeiten) besucht haben.
Rad fahren ist hier auch so eine Sache. Hier ist es nämlich eine noch stärkere Gleichgewichts-,…Übung und manchmal muss man sein ganzes Können einsetzen, um über den Sand (der jetzt in der Trockenzeit, in der es zurzeit auch stärker windet, noch mehr vorhanden ist) zu „surfen“, halbe Seen (nur in der Regenzeit) zu „durchschwimmen“ oder eben allen möglichen Tieren (Ochsen, Wildschweine, Perlhühner, Schafe, Hunde, …) auf Pfaden auszuweichen. Da es hier nur eine, geteerte Hauptstraße gibt, alle anderen Straßen/Wege/Pfade aus Sand o.ä. bestehen, gewöhnt man sich an dieses Rad fahren sehr schnell.
Was (leider) auch noch den Alltag (also die Eingewöhnung) unterbricht, sind Krankheiten. Diesen Monat durfte ich schon die Bekanntschaft von Malaria machen. Da ich zwei Wochen vorher schon so etwas wie Grippe hatte, dachte ich erst an einen Rückschlag (wieder Gliederschmerzen, leichtes Fieber). Als dann am zweiten Tag das Fieber jedoch stärker wurde und Kopfschmerzen dazu kamen, tippte ich schon auf Malaria. Das wurde dann durch den Malariatest, den unsere Mentorin mit mir machte, bestätigt und zum Glück brachte sie gleich Malariamedikamente (die muss man drei Tage lang nehmen) mit. Abends ging es mir richtig schlecht (hatte über 40°C Fieber und selbst trinken war eine große Anstrengung), aber dank der Medikamente (die hier am Besten zu bekommen und auch am Besten sind) ging es danach nur noch aufwärts. Jedoch ging gut eine Woche vorbei, bis ich mich wieder einigermaßen fit gefühlt habe. Ansonsten kann man auch hier „normale“ Erkältungen wie Schnupfen, Husten und auch Bauchweh, bekommen (was ich bis jetzt zum Glück noch nicht hatte). Beim „Kranksein“ bekommt man hier jeden Tag mindestens einmal Besuch (kann schön aber auch anstrengend sein) und bei einem (da kamen alle  Pastorkinder) wurde gleich unsere Wand im „Wohnzimmer“ verschönert. Mit den ganzen Männchen, Bällen, u.ä. sieht sie jetzt schon viel schöner/bunter aus.
Was sonst noch neu ist, sind der kleine Hund, zwei Hühner und ein Hahn, die sich unsere Direktornachbarfamilie gekauft hat. Tja und seither werde ich regelmäßig zwischen vier und fünf Uhr aufgeweckt! Sogar Eier hat das eine Huhn schon einige gelegt und zwar jeden Tag ein Ei. Ab und zu sitzt es sogar auf seinen Eiern… Und der Hund ist noch etwas verfloht (sodass er anfangs gleich mit Benzin begossen wurde!) und läuft den ganzen Tag irgendwo herum.
So ging nun auch der zweite Monat ruckzuck vorbei. Langweilig wurde es mir bis jetzt noch nie. Im Gegenteil, ich nehme mir eher immer zu viel vor. Da man hier aber immer mit „Zwischenfällen“ zu tun hat und man vieles einfach gar nicht vorher planen kann, nimmt man es nicht so tragisch, wenn man nicht alles hinbekommt und lässt vieles eben auf sich zu kommen (man hat ja auch keine andere WahlJ).
Insgesamt habe ich mich schon so an alles gewöhnt, dass alles (also das Leben hier) einem so normal vorkommt und durch die vielen Leute mit denen man so zu tun hat (jetzt sind es bei mir ja auch noch die Lehrer), wird das nur verstärkt. Nur wenn man abends dauernd von Heuschrecken angesprungen und von Insekten angeflogen wird (leider schaffen es immer welche sogar unter das Moskitonetz zu kommen und im Haus zirpt es sowieso fast lauter als draußen), vermisst man es dann, einfach im elektrisch beleuchteten, nur mit zwei Katzen bevölkerten Wohnzimmer sitzen zu können. Obwohl es hier also nicht immer ganz einfach ist, gefällt es mir sehr, sehr gut und ich bin einfach froh, diese Erfahrung hier machen zu können.

Jetzt ist es aber für diesen Monat erst einmal genug. Bald werde ich versuchen auch näheres über die Projekte hier, in Tanguiéta zu berichten. Denkt auch beim Lesen immer daran, dass es nur eine einseitige „Berichterstattung“ ist und bei anderen der Monatsbrief, sowie Berichte, ganz anders aussehen würde!

Viele liebe Grüße aus Tanguiéta,

Laura

Montag, 28. Oktober 2013

Monatsbrief






Monatsbrief

An alle Verwandte, Freunde, Bekannte, Mitleser und Interessierte!

Viele Grüße schicke ich euch aus Tanguiéta (Bénin). Nun bin ich schon seit einem Monat hier und werde jetzt einmal versuchen, mein Erlebtes in diesem „Brief“ zusammenzufassen.

Was man hier sehr schnell lernt, ist, zu warten, geduldig zu sein und Zeitangaben/ Fertigungstermine nicht all zu genau zu nehmen (meistens jedenfalls). Das  war schon gleich zu Beginn spürbar, als wir unser Visum bei sämtlichen Behörden versuchten, zu verlängern und es letztlich durch gute Verbindungen des Pastors aus Porto Novo, doch recht schnell geschafft haben.
Aber jetzt will ich nicht einfach mittendrin anfangen, sondern schön der Reihe nach. Fang ich einmal mit unserer Gastfamilie und dem Leben hier, in Tanguiéta an.
Ich fühle mich hier wirklich sehr wohl, was auch daran liegt, dass die Leute, mit denen ich hier zu tun habe und natürlich meine Mitfreiwillige Jule, echt nett sind.
Wir, also Jule und ich, haben ja eigentlich zwei Gastfamilien, die Pastorfamilie, bei der wir bis vor kurzem immer gegessen haben (jetzt essen wir dort nur noch mittags, da wir jetzt selber kochen können) und unsere „Nachbarfamilie“. Die Pastorfamilie besteht eigentlich aus dem Pastor, seiner Frau („Maman“) und den vier eigenen Kindern (3 Jungs und 1 Mädchen, zwischen 8 und 15 Jahren). Doch kommen dann noch 6 weitere Kinder dazu (2 Waisenkinder, 11 und 12 Jahre, sowie 4 aufgenommene, die verheiratet werden sollten und nun hier Zuflucht gefunden haben und zusätzlich eine Schneiderausbildung bekommen, so um die 20 Jahre). Den genauen Überblick hat man hier aber nicht, wer dazu gehört und wer nicht, da ständig andere Kinder da sind und auch die Besucher immer ein- und ausgehen. Dadurch, dass der Fernseher hier (leider) ständig läuft, haben die Besucher nie Langeweile. Ansonsten springen hier noch Katze, Hund, Hühner und Schweine herum, die ersten drei genannten auch in der Wohnung (ja, hier findet man auch fernsehschauende Hühner). Hier ist also immer viel los. Seit wir das Kartenspiel Mau-Mau (auch als UNO bekannt) eingeführt haben, sind alle wild darauf, sodass wir schon an manch einem Tag stundenlang mit Spielen verbracht haben. Also in Sachen Ausdauer können wir hier noch einiges lernen. Die Zeit, die man einfach für sich haben will, muss man sich in Afrika schon fast erkämpfen, da alle sehr gesellig sind und so etwas wie „Privatsphäre“ nicht kennen…
Unsere „Nachbarfamilie“ besteht aus dem Direktor meiner Schule, seiner Frau und den 3 Kindern (2 Mädchen, 8 und knapp 2 Jahre, 1 Junge, 4 Jahre). Wir bewohnen alle dasselbe Haus, wobei jeder seine eigene Wohnung besitzt (allerdings sind die Wände so dünn, dass man auch Schnarchlaute ohne Anstrengung hört). Hier geht es mindestens so lebendig zu, wie beim Pastor, was auch daran liegt, dass die Kinder ihre Tür oft mit unserer verwechseln. Außerdem sind auch hier alle wild auf alle Spiele (besonders die Frau des Direktors), sodass dabei schon manchmal das Kochen vergessen wird. Sonstige Unterhaltung bekommt die Familie nicht durch den Fernseher, sondern durch das Radio, was dann auch gern stundenlang gehört wird.
Auch sonst sind die Leute hier nett und man begrüßt hier einfach jeden, ob bekannt oder unbekannt. Das einzige, was wirklich nervig sein kann, sind die ständigen „Batule“-Rufe (Batule =  Weiße), vor allem der Kinder. Dabei kann es richtig ausarten und es findet eine Art Wettrennen statt (wer zuerst die Weißen berührt oder sich am meisten traut, hat gewonnen oder so)…
Das Leben hier, vor allem in unserem Haus, ist schon um einiges einfacher, als in Deutschland. Wir haben hier weder Strom, noch fließendes Wasser, was dann auch manchmal seine Kreativität erfordert. Geduscht wird mit Eimern und Schüsselchen (in unserer eigenen Dusche, eine Art „gefliester“ Hinterhof) und das Klo ist Gewöhnungssache (Häuschen mit Loch im Boden), vor allem abends, wenn alles krabbelt…(ja auch einen Skorpion hatten wir schon zu Besuch, allerdings vor unserem Schlafzimmer). Bis jetzt haben wir auch noch keine richtigen Betten und schlafen eben mit Matratzen oder Nattes (Matten) auf dem Boden (der wird leider sehr schnell feucht und man muss öfters alles auslüften). Kochen können wir neuerdings mit einem Gasherd (wobei sonst oft in einem extra Häuschen mit Feuerstelle gekocht wird) und wenn es dunkel wird, werden sämtliche Taschenlampen und Solarleuchten (die hoffentlich bei Sonnenschein aufgeladen wurden) herausgezogen. Dort wo es Strom gibt (z.B. beim Pastor) sollte man trotzdem immer mit Taschenlampe bewaffnet sein, da es immer wieder zu Stromausfall kommt (was bei den Stromleitungen auch kein Wunder ist, die hier einfach über „große Äste, die in den Boden gesteckt wurden“,  laufen).
Ein Auto besitzen hier nur sehr wenige (und wenn dann seeeehr alte), fast alle fahren Motorrad/Moped oder auch Fahrrad (wie wir, besitzen nämlich zwei Räder!). Natürlich tragen alle Helme (NICHT) und halten sich an die nicht vorhandenen Verkehrsregeln (wer hupt hat Vorfahrt). Bei Regen ist dann entsprechend weniger los.
Zurzeit ist ja noch Regenzeit (bis Ende Oktober), d.h., dass es etwa einmal am Tag stark schüttet (oder auch nur leicht regnet), aber meist kommt danach wieder die Sonne raus. Es gibt manchmal auch ganze Regentage (aber gegen Ende der Saison eher selten).
In unserem Haus ist es bei starkem Regen dann ganz gut, wenn man Ohropax dabei hat, da wir ein Wellblechdach haben! Wenn die Sonne da ist (wie meistens) liegen die Temperaturen (noch) bei mindestens 32°C, ansonsten bei 25°C.
Trotzdem tragen hier Männer meistens lange Hosen (auch lange Gewänder) und auch, bei traditionellen Kostümen sowieso, langärmlich. Frauen tragen hier oft eine Panje (Wickelrock) und oben z.B. T-Shirts oder Tops oder eben ein dreiteiliges Kostüm (alles muss dann aus dem gleichen Stoff sein). Ja und eine Panje habe ich mir auch schon genäht (dazu gleich mehr).

Das Essen ist hier gut (höchstens mit ein bisschen wenig Abwechslung). Beim Pastor haben wir schon öfters mitgekocht, sodass wir jetzt „Yams pilé“ (zerstampfter Yams) selbst herstellen können. Es gibt hier außerdem noch verschiedene Pâte-Sorten (aus Mais- oder Yamsmehl, heißt dann Pâte noir). Dazu gibt es immer Soßen z.B. aus Erdnüssen, mit Käse (meistens aus Soya), Tomaten, Piment! (kleine scharfe Paprikaschoten) oder auch einmal „légumes“ (Grünzeug), normalerweise ab und zu auch Fleisch (von den frei springenden Hühnern oder auch einmal ein Schwein, Fleisch besteht dann meistens eher aus Knochen). Wir haben mittlerweile durchsetzen können, dass wir uns vegetarisch ernähren. Die Soßen werden allerdings oft mit Fischmehl (zerstampfte, getrocknete Fische) zubereitet. Yams kann außerdem auch frittiert werden (ist wie Pommes) und aus Maismehl kann man gut „Bouille“ machen (was zum Frühstück mit Zucker echt gut schmeckt). Man kann hier auch „normale“ Sachen kaufen (Baguette, Erdnussbutter,…).
Alles kann man auf dem Markt (der jeden Tag ist, montags ist dann noch großer Markttag) kaufen. Meistens haben Lebensmittel Festpreise, doch auch da muss man aufpassen, dass man nicht zu viel zahlt (alles ist hier im Vergleich sehr günstig, 650 Francs = 1 €)
Zum Trinken gibt es hier typischerweise Byzapsirup (aus Byzapblüten) und Baobabsaft, daraus kann man auch leckeres Eis herstellen. Allerdings gibt es hier noch vieles, vieles mehr (Früchte wie Bananen, Orangen, Ananas, bald auch Mangos, Süßigkeiten aus Erdnussmasse,…)
Nun erst einmal noch etwas zu meinem Projekt. Eigentlich bin ich ja in der Schule und werde dort deutsch (aber nur für die „sixieme“, 5.Klasse) und englisch geben, aber auch singen, basteln und Sport kann dabei sein.
Am Donnerstag, der 3.10. war auch „la rentrée“ (Schulanfang), doch da mussten viele Eltern noch Schulgeld bezahlen, Schuluniformen kaufen und Kinder anmelden (allerdings waren die Klassen oft schon zu voll). Am Montag, der 7.10.  waren dann die Kinder zum ersten Mal in den Klassen, doch Unterricht war noch nicht. Bis jetzt besitze ich auch noch keinen Unterrichtsplan und konnte auch noch nichts machen. Dafür war ich schon zwei Tage mit im Schneideratelier (dort arbeitet Jule). Dort habe ich ein bisschen nähen gelernt (Nähmaschine mit Fußpedal, leider funktionieren höchstens zwei) und habe mir schon meine Panje und eine kleine Unhängetasche (zusammen mit Jule) genäht. Auch stricken und häkeln hat mir Jule schon ein bisschen beigebracht.
Da ich jetzt noch nicht sehr viel über Projekte berichten kann, werde ich bald einen Beitrag nur darüber schreiben (auch wie man mit Spenden helfen kann bzw. wo Spenden eingesetzt werden).
Ich bin also weiterhin sehr gespannt, wie sich mein FSJ noch so entwickelt.
Auf meinem Blog werdet ihr hoffentlich weiterhin meine Erfahrungen lesen können und vielleicht schaffe ich es auch noch, Bilder hochladen zu können.

Viele Grüße aus Tanguiéta,

Eure Laura

P.S:
Seht über alle Rechtschreibfehler, Sprachfehler und ähnliches hinweg (man muss hier vieles gleichzeitig machen, z.B. Kinder hüten) und auch ungenaue Berichterstattung kann der Fall sein. Bei Fragen könnt ihr mir gerne eine Mail oder so schreiben! J